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Naturpark entdecken

Frühlingserwachen zwischen Wollgras und Kuckucksblumen

Naturpark Moor in neuer Blüte

Früh morgens, wenn der Tau noch auf den Gräsern liegt und der Wind durch Bäume und Sträucher pfeift, recken Blaukehlchen, Neuntöter und Goldregenpfeifer nur ungern ihre Köpfe aus den Gefiedern. Zurück aus ihren südlichen Winterquartieren werden die ersten warmen Sonnenstrahlen von ihnen ebenso sehnlichst erwartet, wie von uns Menschen. Langsam aber sicher bahnt sich der Frühling seinen Weg aus dem Grau des Winters, in wenigen Tagen erwacht das Land mehr und mehr aus seinem jährlichen Schlaf.

Die höher stehende Sonne und die frischen Farben der Landschaft machen Lust, vor die Haustür zu gehen. Auf der über 14.000 Hektar großen Fläche des Internationalen Naturparks Bourtanger Moor-Bargerveen ist jetzt, zum Frühlingsbeginn, jede Menge zu entdecken. Zu Fuß, mit dem Auto oder auf dem Rad, besinnlich für sich alleine oder mit der ganzen Familie – einzigartige Naturerlebnisse warten beim Frühlingserwachen an jeder Ecke.

Erlebnispfade

Der prämierte Fullener Waldweg und Fullener Moorweg laden zu ausgiebigen Erkundungstouren ein. Die als echte „Löwenzahn-Entdecker-Touren“ ausgezeichneten Erlebnispfade sind besonders kindgerecht und für Familienausflüge geeignet. An unterschiedlichen Stationen des Waldweges erfahren junge Forscher, warum die Aufforstung auf Moorboden ungewöhnlich ist, lernen unterschiedliche Baumarten kennen und können an der Tierweitsprunggrube herausfinden, wie weit Hase, Fuchs und Co. springen können – und wie weit sie selbst.

Auf dem 2,5 Kilometer langen Fullener Moorweg wird die natürliche Bewaldung von Moorflächen erklärt – und kann sogar beobachtet werden: Das ehemalige Moorgebiet wird sich selbst überlassen, so dass über die Jahre eine stetige Veränderung des Gebietes zu sehen sein wird. Zu staunen gibt es aber noch mehr: Ein Wald-Xylophon macht hörbar, wie unterschiedliche Holzarten klingen. Etwas Geduld ist in der Tierbeobachtungshütte gefragt, um die wilden Waldtiere nicht zu verschrecken.

Inmitten des geheimnisumwobenen Klein Heseper Moores, zwischen dem Emsland Moormuseum in Geeste-Groß Hesepe und dem Erdöl-Erdgas-Museum Twist, verläuft der interaktive Moor-Energie-Erlebnispfad, der ideal für eine Radtour ist. Auf einer Strecke von 11 Kilometern wird an gut erkennbaren "Moorkaten" über Torfabbau, Erdölförderung, Landwirtschaft, Wald, Flora und Fauna, Renaturierung, Sonderkulturen und erneuerbare Energien informiert.

Aussichtsplattformen

Das ca. 40 ha große Naturschutzgebiet Hengstkampkuhlen bei Twist sichert einen letzten Rest Hochmoorfläche des früheren Bourtanger Moores. Das Naturschutzgebiet besteht im östlichen Teil aus einer Pfeifengrasfläche mit viel Sonnentau und kleinen Wollgrasinseln, im westlich, höher gelegenen Teil aus ausgedehnten Heideflächen, die von Pfeifengras und Birkenjungwuchs durchsetzt sind. Das in das Gebiet einbezogene Gewässer dient als Rastplatz für durchziehende Vogelarten und als Brutrevier für Wasservögel, die von der Aussichtsplattform mit dem mitgebrachten Fernglas in Ruhe studiert werden können.

Am südwestlichen Rand des Dalum-Wietmarscher Moores, im Wietmarscher Ortsteil Füchtenfeld, stehen ein Vogelbeobachtungsturm und eine interaktiv nutzbare Moorkate zu den Themen "Natura 2000" und "Moore für den Klimaschutz". Wer ganz aktiv durch die Landschaft wandert und zudem gern auf Schnitzeljagd geht, wird hier einen Geocache finden, dessen "Versteck" über eine intensive Auseinandersetzung mit den Informationen der Station ermittelt werden kann.

Im Naturschutzgebiet Geestmoor weist ein großer, nicht abgetorfter Bereich, auf die Artenvielfalt eines naturnahen Hochmoores hin. Flora und Fauna eines ursprünglichen Moorgebietes sind auf der hier installierten Plattform, im wahrsten Sinne des Wortes, zum Greifen nahe. In den umliegenden Bereichen ist entweder die Wiedervernässung eingeleitet, oder sie werden als Hochmoorgrünland bewirtschaftet.

Bleibender Eindruck

Ob der Naturpark Moor nun per Auto, per pedes oder mit dem Rad erkundet wird  – auf den ausgewiesenen Routen ist der Frühling im Moor auf jeden Fall mit allen Sinnen erlebbar. Die weiten, ebenen Strecken sind für aktive, aber auch für ungeübte Wanderer und Radfahrer geeignet. Ideal für ausgiebige Naturerlebnisse mit dem Fahrrad dies- und jenseits der deutsch-niederländsichen Grenze eignet sich die Pionierroute. Zur richtigen Zeit sind farbenprächtige und in Erinnerung bleibende Erlebnisse wie das fruchtende Wollgras mit seinen weißen Büscheln oder das Aufblühen der Flachmoose fast garantiert. Auf vier Etappen zwischen 45 und 55 Kilometern erleben Radler die ganze Vielfalt des ehemaligen Hochmoores.



Naturpark-Räder und E-Bikes

Im Rahmen des INTERREG IVa-Projektes "Net(z)werk TOEKOMST" konnte der Naturpark Moor 30 Tourenräder mit 7-Gang-Schaltung anschaffen, die in Geeste, Twist und Zwartemeer ausgeliehen werden können.

Ein besonderer Dank geht an die RWE, die dem Naturpark kostenfrei 10 E-Bikes für den Verleih bereitgestellt hat.

Hier können Sie das Infoblatt zum Radverleih im Naturpark herunterladen.

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