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Engländer sehr interessiert… 
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Die Anfänge der Torfindustrie im emsländischen Bourtanger Moor

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- 25.10.2026

04 Ein Wielandt-Bagger....jpg

Die Anfänge der Torfindustrie im emsländischen Bourtanger Moor

**Das industrielle Abtorfen von Torf hatte einst für Meppen durchaus Bedeutung. Ein Notgeldschein der Stadt aus dem Hungerjahr 1921 zeigt einen Torfarbeiter. Dazu den Reim: „Dat Moor lot wassen / Bi us in Massen. / Gü’ft ganze Land / Ok Brot und Brand.“ Hintergrund war, dass sich der Sitz der Firmenleitung des Heseper Torfwerks (HTW) seit 1913 in der Kreisstadt befand. Die Flächen des HTW zur Torfgewinnung lagen allerdings links der Ems in Hesepe und Hesepertwist.** 

Bestrebungen zur industriellen Torfverwertung gab es schon 60 Jahre zuvor. Bei Hesepe war der Herzog von Arenberg im 19. Jahrhundert Eigentümer des „Herrenmoors“. Dort befindet sich heute das Emsland-Moormuseum. 1858 meldete sich bei der Verwaltung des Herzogs die „Englisch-Deutsche Kohlengesellschaft“. Sie unterbreitete neue Möglichkeiten zur Verwendung von Weiß- und Schwarztorf: Filter für Trinkwasser und das Pressen von Backsteinen. Aus den Vorschlägen wurde nichts.

Danach erhält 1860 der Lingener Unternehmer Wilhelm Jüngst das Recht zum Torfabbau im Herrenmoor. An der Ems sollen Meiler für Torfverkokung aufgebaut worden sein. Doch auch die Jüngstschen Pläne scheitern. 

Um das Jahr 1890 wird bei Schöninghsdorf im Winkel des Süd-Nord-Kanals und des Hoogeveen-Kanals eine Torffabrik der Gesellschaft „The Peat Industries Syndicate Ltd.“ aufgebaut. Unter anderem wollte man aus Weißtorffasern Spinnstoffe herstellen. 1899 geben die Engländer auf. Nachfolger ist das niederländische Unternehmen Griendtsveen.

Viele Jahre lang erinnerten Freiluftexponate auf der Heide des Emsland-Moormuseums Groß Hesepe an beim Torfabbau seit den 1950ern eingesetzte Maschinen. Inzwischen wurden die verrosteten Geräte abgebaut. Sie sollen aufgearbeitet und in den nächsten Jahren neu präsentiert werden.

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In Kooperation mit dem Emsland-Kurier feiern wir in diesem Jahr die Jubiläen “**20 Jahre** ” und “**10 Jahre** ” mit Geschichten über die eindrucksvolle Kulturlandschaft, prägnante und ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten und ehrenamtliches Engagement mit viel Heimatgefühl.
 
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25. Oktober 2026

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