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title: "Infotafel \"Hengstkampkuhlen\" NL | Int. Naturpark Bourtanger Moor-Veenland"
url: "https://www.naturpark-moor.eu/naturpark/projekte/infotafeln/hengstkampkuhlen"
description: "Informationen zum Naturschutzgebiet Hengstkampkuhlen (NL)."
language: "de"
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Hengstkampkuhlen

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Das Naturschutzgebiet Hengstkampkuhlen

 Ein kleines Stück echtes Bourtanger Moor

Früher erstreckte sich das Bourtanger Moor fast endlos. Wohl 120.000 ha müssen es gewesen sein. Es war das größte zusammenhängende Moorgebiet Mitteleuropas.

Auf deutscher Seite wurde das Bourtanger Moor nahezu vollständig abgebaut und größtenteils in landwirtschaftliche Nutzung genommen. In den seit 1988 als Naturschutzgebiet ausgewiesenen, 40 ha großen „Hengstkampkuhlen“ erholt sich jedoch eine durch Entwässerung und Torfabbau gestörte Moorfläche.

In den Pfeifengraswiesen und zwischen den Moorbirken des östlichen Bereiches wachsen Sonnentau und Wollgras. Im höher gelegenen, westlichen Teil liegen ausgedehnte Heideflächen mit Pfeifengras und Birkenaufwuchs.

 

Lebensraum Hochmoor

Das Hochmoor ist der einzige Landlebensraum, der ausschließlich vom Niederschlagswasser abhängig ist. In den nassen Bereichen des Moores wachsen Torfmoose. Diese Pflanzen sind sehr wichtig, denn sie helfen, das Wasser im Moor zu halten.

Wenn die Torfmoose und andere Pflanzen im Wasser leben, sterben die unteren Teile ab, weil es dort nicht genug Luft gibt. Diese abgestorbenen Teile sammeln sich und bilden eine dicke Schicht, die wir Torf nennen. Das Besondere daran ist, dass dieser Torf nicht ganz zerfällt, sondern sich immer weiter übereinander schichtet.

Im Laufe von vielen Jahrtausenden wird das Hochmoor immer dicker, aber es wächst nur ganz langsam - etwas einen Millimeter pro Jahr! Wie ein mit Wasser vollgesogener Schwamm wölbt sich das Moor uhrglasförmig auf. Es hat keine Verbindung zum nährstoffreichen Grundwasser. Allerdings ist ein hoher Grundwasserstand wichtig für die Hochmoorbildung.