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Zum einen wird das Moor als grenzübergreifendes Bindeglied gesehen - im Naturraum Moor sollen Natur und Landschaft einheitlich geschützt und entwickelt werden. Die Moorlandschaft erscheint wie ein Mosaik aus natürlichen und durch Menschenhand geformten Puzzleteilen. Die wertvollen Moorgebiete, erstrecken sich über die Landesgrenze hinweg. Die Diversität von verschiedenen Stadien der Moorentwicklung, von Landschaftsstrukturen und Landnutzung dieser einzigartigen Naturlandschaft soll erhalten werden. Dadurch kann die charakteristische Landschaft mit ihren Moorböden und Torfgewinnungsparzellen auch als Identifikationsgrundlage der Menschen für Ihre Region erhalten bleiben. Der Naturpark stimuliert zudem auf aktive Weise eine Annäherung zwischen zwei Kulturen, die durch die Grenze voneinander getrennt waren – deren Landschaft sie aber verbindet. Ein wichtiges Augenmerk des Entwicklungsplans liegt dabei auf dem Naturschutz, da das Naturgebiet das wichtigste Element ist – es ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. In den Bereich Naturentwicklung fällt die Renaturierung von Hochmoorkomplexen im Bargerveen durch die Entwicklung von Pufferzonen und die Anlage von Dämmen. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch eine großflächig angelegte Beweidung mit Schafen und Rindern. Für diese tierischen Landschaftspfleger wird im Grindtsveengebied in Weiteveen an der südlichen Grenze des Bargerveens ein Schafstall gebaut. Weitere Informationen zum Schafstall und zur Pufferzonenentwicklung für das Bargerveen erhalten Sie unter den entsprechenden Unterpunkten.

Zum Zweiten ist der Internationale Naturpark ein grenzenloses Natur- und Erholungsgebiet. Im Erlebnisraum Moor kommt man buchstäblich in den grenzenlosen Genuss der einzigartigen Natur und Kultur im Naturpark Moor – das Moor endet nicht an der Landesgrenze. Der Naturpark setzt sich für die Naturentwicklung, das aktive Naturerleben, die Erholung und die nachhaltige Landnutzung ein. Das Ziel ist die Entwicklung eines einheitlichen, grenzüberschreitenden Besucherinformationssystems durch das dezentrale Informationsnetzwerk der “Moorpforten”. Ein multifunktionales, grenzüberschreitendes Freizeitwegenetz hoher Qualität verbindet die Gemeinden im Entwicklungsgebiet des Internationalen Naturparks Moor. Zweisprachige Informationen und möglichst barrierefreie Anziehungspunkte machen den Naturpark zu einem qualitativ hochwertigen und beliebten Ziel für Freizeit und Erholung.

 

Zum Dritten sorgt das Moor für eine grenzenlose Zukunft - das Moor als Lebens- und Wirtschaftsraum. Die Vereinbarkeit von Landwirtschaft und Naturschutz, die Förderung der nachhaltigen Regionalentwicklung und die Siedlungsentwicklung durch eine nachhaltige Sicherung der Kernorte führen zu einer Stärkung der regionalen Identität. Von zentraler Bedeutung sind hierbei eine gesicherte Grundversorgung, die bauliche Infrastruktur, ein gesellschaftliches und kulturelles Leben und gute Produktionsbedingungen vor Ort. Der Internationale Naturpark Moor zeichnet sich durch eine fest verankerte regionale Identität seiner Einwohner und eine hohe Lebensqualität aus. Das generationenverbindende Zusammenleben, der gute Zusammenhalt und das Bewahren von Traditionen prägen das Leben in den Orten der Moorlandschaft. Die Landwirtschaft ist ein bedeutender Wirtschaftszweig, außerdem ist die Region aufgrund der günstigen Lage an der Grenze, der gut ausgebauten Infrastuktur und des technischen Know-Hows beliebt. Zur Bewahrung der wirtschaftlichen Attraktivität sollen im Rahmen des INTERREG-Projektes “ Grenzenlos Moor” auch innovative Bewirtschaftungsmöglichkeiten durch die sogenannte Paludikultur (“nasse Landwirtschaft” im Moor) auf Naturparkflächen erforscht werden.  Zugleich ist es von Bedeutung genaue Kenntnisse über die Grundwasserflurabstände in bestimmten Bereichen zu erlangen. Auf dieser Grundlage kann auftretenden Problemen mit zu hohen Wasserständen in Siedlungsbereichen und auf landwirtschaftlichen Flächen durch wasserwirtschaftliche Maßnahmen gezielt entgegen gewirkt werden.

Aus den drei erläuterten Entwicklungszielen ergeben sich 7 konkrete Projekte. Die zwischen 2016 und 2019 umgesetzt werden:

  • Entwicklung einer Pufferzone im Bargerveen
  • Bau eines Schafstalls am Bargerveen
  • Entwässerung Twist
  • Paludikultur
  • Dezentrales Informationsnetzwerk Moorpforten
  • Einheitlich vernetzte Freizeitwege
  • Anbindung der Gemeinden des Internationalen Naturparks Moor