Grenzstein-Route

Grenzstein Nr. 160-III

“Zwischenpfähle”

Im unwegsamen Moor eine Grenze zu bewachen und Schmuggler zu erwischen, ist eine extrem schwierige und undankbare Aufgabe. Diese sollte den Zöllnern durch Zwischensteine erleichtert werden, die die niederländischen und preußischen Behörden im Jahr 1902 auf der acht Kilometer langen Strecke zwischen den Steinen 160 und 161 aufstellten. Damit die Steine nicht im Moor versanken, sondern dauerhaft hoch aufragten, rammte man zunächst Eichenpfähle ("Stiepen") bis in den sandigen Untergrund und mauerte darauf einen Backsteinsockel. So blieben diese Markierungen, die im Abstand von rund 1.000 Metern gesetzt wurden, gut sichtbar und machten die Einschätzung der Lage für die Zöllner einfacher: Hatte da jemand unverzollte Ware über die Grenze geschleppt? Oder ging da nur jemand spazieren, der zufällig einen halben Zentner Tabak oder Kaffee in der Kiepe trug? 

Der Zwischenstein 160-III war sehr stark verfallen. Vor der Entwässerung und Abtorfung der Moore wurden die tragenden Eichenpfähle durch das sauerstoffarme Moorwasser gut konserviert. Später lagen sie frei und verrotteten stark. Einige Steine dieser Baureihe sind bereits komplett verschwunden und wurden durch gelbe Plastikpfähle ersetzt. 

Der Grenzstein 160-III wurde im  Jahr 2020 restauriert. An der Radwegeseite des Grenzsteins ist zu erkennen, dass dieser ursprünglich die Nummer 160-II trug. Aufgrund der Tatsache dass später ein zusätzlicher Zwischenstein errichtet wurde, wurde der Grenzstein in 160-III umnummeriert.