Grenzstein Nr. 165
Ein Berg im Moor
Der Stein mit der ursprünglichen Nr. 4, heute 165, wurde auf dem im Moor weithin sichtbaren Schwartenberg bei Lindloh platziert. Das Gebiet rund um den Schwartenberg diente deutschen und niederländischen Landwirten sowie den Mönchen aus Ter Apel als Weidefläche für das Vieh. In Kriegszeiten war das Gebiet ein Zufluchtsort. Die Menschen erklärten sich die Existenz der sandigen Erhebung mitten im Moor durch eine Sage: Zwei Riesen gerieten in Streit und ließen eine umgekippte Karre voll Sand und Kies zurück. Im Jahr 1788 wies der Bischof von Münster 14 Plätze als neues Wohngebiet aus. An dem hier vorhandenen Weg durch das Bourtanger Moor entwickelte sich ein reger Grenzverkehr. Auch Schmuggler nutzten ihn gerne. Dies führte zur Verstärkung der Grenzbewachung. Da aber inmitten der Einöde Zollbeamte nach jeder Möglichkeit des Zeitvertreibs suchten, diente Grenzstein 165 z.B. auch als Zielscheibe für Schussübungen. Es wurde solange auf die gleiche Stelle gezielt, bis Stücke vom Stein abbrachen und er noch heute Einschusslöcher zeigt.
So finden Sie Stein 165:
Folgen Sie dem Straßenverlauf. Auf der linken Seite finden Sie einen Bauernhof. Hier steht auch das Informationsschild zu Stein 165.