Neuer Aktiv-Pfad lädt ein, den heimischen Wald spielerisch zu entdecken
Wesuwe Der Wesuweer Wald ist ein beliebter nahegelegener Exkursionsort im Rahmen des Netzwerkprojektes Naturpark-Schule. Die Clemensschule in Wesuwe nutzt die Natur und Kultur vor der eigenen Haustür als Ausflugsziel und integriert entsprechende Inhalte in den Unterricht, die anschließend im Schulumfeld aktiv und spielerisch vertieft werden. Auch die Ansgarischule hat mit einem engagierten und interessierten Team an der jüngst durchgeführten Lehrerfortbildung teilgenommen und ist auf dem Weg zur Naturpark-Schule.
Kinder für ihre Heimat zu sensibilisieren, indem ihnen die Besonderheiten der Natur und Kultur vor Ort vermittelt und mit allen Sinnen erlebbar gemacht werden, ist das Ziel des vom Verband Deutscher Naturparke (VDN) initiierten Netzwerkprojektes. Wie der Naturparkverein dabei unterstützt und welche Angebote es gibt, war Inhalt einer Exkursion auf dem neuen Aktiv-Pfad im Wesuweer Wald und eines anschließenden Sachstandsberichts zu den Naturpark-Schulen allgemein.
Was ein Naturpark ist und welche Aufgaben er hat, wird kindgerecht zu Beginn jeder Naturpark-Schul Aktion erläutert. Auch die Lehrer-Teams erhalten an der Einstiegstafel des Wesuweer Waldes eine entsprechende einleitende Information. Silke Hirndorf, Biologin, und Ria Kramer, Naturführerin aus den Niederlanden – beide zählen seit Jahren zum Naturpark-Schulteam - begleiten 20 Lehrkräfte in den nahegelegenen Wald.
Entlang von Wissenstafeln und Mitmach-Stationen führt der Weg über 3,1 Kilometer durch die „Baumlandschaft mit sandigen Füßen“. Die Expertinnen erklären anhand anschaulicher graphischer Darstellungen und eines Zeitstrahls, der in der Eiszeit beginnt, wie diese Dünenlandschaft entstanden ist – typisch insbesondere für den Bereich Wesuwe/ Haren. Mit diesem Wissen schweift der Blick anders über die sandigen Wege, Kiefernwälder und Heideflächen. Der Unterschied zwischen Besenheide und Glockenheide ist am Blütenwuchs zu erkennen und, dass in Wesuwe hauptsächlich Heidebauern lebten, die ihre Bienen vielfältig nutzten, erläutert die Naturführerin. Nach starken Sandverwehungen wurden Kiefern zum Schutz gepflanzt, die das heutige Landschaftsbild prägen. Auch andere Bäume und ihre Früchte werden an Stationen thematisiert – ob Wurfspiel oder Balancier-Rätsel – mit spielerischen Aktivitäten wird Wissen zu Eichen, Buchen & Co. vermittelt, oft verbunden mit Bewegung.
Apropos Wissen: Die beiden „Draußenexpertinnen“ inspirieren und zeigen, wie zahlreiche Besonderheiten am Wegesrand zusätzlich spannend für Kinder vermittelt werden können – genug, um einen ganzen Exkursionsvormittag zu füllen. Dazu zählt etwa ein spontanes Märchen, in dem Baumarten vorkommen oder die Hörübung „Kreis der Stille“: Alle Kinder stellen sich in einen Kreis, und wer zuerst einen Vogel hört, darf einen Schritt vorgehen – dies fördert die Naturwahrnehmung. Auch das Waldsofa am Wegesrand kann auf einem Sonntagsspaziergang einen ähnlichen Effekt haben.
Ria Kramer macht auf das Wintergoldhähnchen aufmerksam, dass hell piepst und winzig klein ist – und wie sie sagt - in eine Streichholzschachtel passen würde. Der herbstliche Wald gibt mit Pilzcoach Silke zudem einen kleinen Einblick in die faszinierende Welt der Pilze. Die Lehrerteams sind begeistert und lernen, dass Butterpilze essbare Schleimpilze sind und, dass es auch falsche Pfifferlinge gibt.
Bei einem anschließenden „Update“ über die Naturparkschulen im Naturpark Bourtanger Moor – Veenland stellt Judith Uthmann-Tattermusch aus der Geschäftsstelle weitere Aktiv-Pfade und Arbeitsmaterialien vor. Sie richtet einen großen Dank an die Schulteams, die mit Überzeugung und Engagement ihren Schülern die Natur- und Kulturthemen vor der Haustür vermitteln, und lobt das vielfältige Netzwerk aus Kooperationspartnern, die dabei aktiv unterstützen.
www.naturpark-moor.eu
Kinder für ihre Heimat zu sensibilisieren, indem ihnen die Besonderheiten der Natur und Kultur vor Ort vermittelt und mit allen Sinnen erlebbar gemacht werden, ist das Ziel des vom Verband Deutscher Naturparke (VDN) initiierten Netzwerkprojektes. Wie der Naturparkverein dabei unterstützt und welche Angebote es gibt, war Inhalt einer Exkursion auf dem neuen Aktiv-Pfad im Wesuweer Wald und eines anschließenden Sachstandsberichts zu den Naturpark-Schulen allgemein.
Was ein Naturpark ist und welche Aufgaben er hat, wird kindgerecht zu Beginn jeder Naturpark-Schul Aktion erläutert. Auch die Lehrer-Teams erhalten an der Einstiegstafel des Wesuweer Waldes eine entsprechende einleitende Information. Silke Hirndorf, Biologin, und Ria Kramer, Naturführerin aus den Niederlanden – beide zählen seit Jahren zum Naturpark-Schulteam - begleiten 20 Lehrkräfte in den nahegelegenen Wald.
Entlang von Wissenstafeln und Mitmach-Stationen führt der Weg über 3,1 Kilometer durch die „Baumlandschaft mit sandigen Füßen“. Die Expertinnen erklären anhand anschaulicher graphischer Darstellungen und eines Zeitstrahls, der in der Eiszeit beginnt, wie diese Dünenlandschaft entstanden ist – typisch insbesondere für den Bereich Wesuwe/ Haren. Mit diesem Wissen schweift der Blick anders über die sandigen Wege, Kiefernwälder und Heideflächen. Der Unterschied zwischen Besenheide und Glockenheide ist am Blütenwuchs zu erkennen und, dass in Wesuwe hauptsächlich Heidebauern lebten, die ihre Bienen vielfältig nutzten, erläutert die Naturführerin. Nach starken Sandverwehungen wurden Kiefern zum Schutz gepflanzt, die das heutige Landschaftsbild prägen. Auch andere Bäume und ihre Früchte werden an Stationen thematisiert – ob Wurfspiel oder Balancier-Rätsel – mit spielerischen Aktivitäten wird Wissen zu Eichen, Buchen & Co. vermittelt, oft verbunden mit Bewegung.
Apropos Wissen: Die beiden „Draußenexpertinnen“ inspirieren und zeigen, wie zahlreiche Besonderheiten am Wegesrand zusätzlich spannend für Kinder vermittelt werden können – genug, um einen ganzen Exkursionsvormittag zu füllen. Dazu zählt etwa ein spontanes Märchen, in dem Baumarten vorkommen oder die Hörübung „Kreis der Stille“: Alle Kinder stellen sich in einen Kreis, und wer zuerst einen Vogel hört, darf einen Schritt vorgehen – dies fördert die Naturwahrnehmung. Auch das Waldsofa am Wegesrand kann auf einem Sonntagsspaziergang einen ähnlichen Effekt haben.
Ria Kramer macht auf das Wintergoldhähnchen aufmerksam, dass hell piepst und winzig klein ist – und wie sie sagt - in eine Streichholzschachtel passen würde. Der herbstliche Wald gibt mit Pilzcoach Silke zudem einen kleinen Einblick in die faszinierende Welt der Pilze. Die Lehrerteams sind begeistert und lernen, dass Butterpilze essbare Schleimpilze sind und, dass es auch falsche Pfifferlinge gibt.
Bei einem anschließenden „Update“ über die Naturparkschulen im Naturpark Bourtanger Moor – Veenland stellt Judith Uthmann-Tattermusch aus der Geschäftsstelle weitere Aktiv-Pfade und Arbeitsmaterialien vor. Sie richtet einen großen Dank an die Schulteams, die mit Überzeugung und Engagement ihren Schülern die Natur- und Kulturthemen vor der Haustür vermitteln, und lobt das vielfältige Netzwerk aus Kooperationspartnern, die dabei aktiv unterstützen.
www.naturpark-moor.eu



