Die Grundschule Hemsen besucht das Freilichtmuseum in den Niederlanden
Barger Compascuum Kurz vor den Ferien sind Exkursionen und Ausflüge bei Schülern und Lehrern beliebt. Wenn diese gleichzeitig spannend sind und sogar spielerisch Lernziele erreichen, ist es eine WIN-WIN Situation für alle: die Kinder und ihr Lehrer-Team sowie für den Naturpark.
So war es auch in der vergangenen Woche, als die Grundschule Hemsen einen lang geplanten Ausflug in das Freilichtmuseum direkt hinter der Grenze bei unseren niederländischen Nachbarn unternommen hat. Ob das Wetter Mitte Juni im Freilichtmuseum mitspielt, blieb wieder bis kurz vorher spannend. Umso erfreuter waren alle 80 kleinen Besucher, ihre Begleiter und Lehrer sowie das Ranger-Team, das zwei Gruppen durch das weitläufige Freilichtmuseum führte.
Bevor es auf Entdecker-Tour ging, erklärten die Ranger Silke und Andreas, wie vor jeder Führung, wo der Naturpark liegt und was seine Aufgaben sind, wie z.B. die Natur, die Tiere und den Lebensraum zu schützen. Eine weitere Aufgabe sei es beispielsweise, Orte zu finden und zu zeigen, die viel über die Geschichte unserer Vorfahren erzählen. So ist es auch im Veenpark, in dem Besucher erfahren, wie die Menschen, vielleicht auch Großeltern und Urgroßeltern, einst im Moor gelebt haben. Als Einstieg diente der großformatige Film mit zahlreichen historischen Bildern, die dokumentieren wie damals die Kinder im Moor mitgearbeitet und gelebt haben.
Eine der Gruppen startete zusammen mit Danielle aus dem Team des Veenparks ins Moor zum Torfstechen, die andere Gruppe besichtigte die alten Siedlerhäuser, darunter eine Schule, die Kirche und einen Dorfladen (auf Niederländisch „Snoepjewinkel“ - Süßigkeitenladen), die Bäckerei, die Mühle und weitere Gebäude, in denen gelebt und gearbeitet wurde. Staunend entdeckten sie die Welt von früher und riefen aus: „Guck mal – hier ist der Boden im Haus aus Matsche“ - gemeint war der Lehmboden. Oder sie erkannten, dass der Dorfvorsteher ein wenig mehr Geld hatte, weil die Tapeten mit Hirschen dekoriert sind. Ganz fasziniert waren die Kinder von einer Babypuppe, die sogar Geräusche machte, sodass sie prüften, ob das Baby echt ist. Beim Blick in die detailtreu hergerichteten Zimmer fiel den Schülern auf, dass es nur eine Stube für alle gab, in der die Familie mit vielen Kindern zusammenlebte, mit Betten in den Wandschränken.
Die anschließende Museums-Rallye war eine Art Schnitzeljagd mit einer interaktiven Besucherlenkung, die vor allem für Kinder geeignet ist. Lieske und Geert, zwei Moorkinder erzählten per historischem Radio von ihrem damaligen Alltag und wie sie ihren Eltern halfen beim Brücken drehen, bei der Hausarbeit, wie z.B. beim Nähen. Nur selten gab es Taschengeld, schon gar nicht, wenn jedes Familienmitglied beim Torfstechen half, um den Unterhalt für alle zu sichern. Am Ende jeder Radiosendung waren Aufgaben zu lösen, aus denen ein Wort gepuzzelt wurde.
Dem Holzschuhmacher bei der Arbeit zuzusehen war ebenfalls eine Attraktion: statt Gummistiefeln trug er traditionell Holzklumpen mit Ledermanschetten und die Pferde hatten Hufschuhe, ebenfalls aus Holz.
In den historischen Schulbänken lauschten die Klassen den Worten von Chayenne, die aus dem Schulunterricht der damaligen Zeit erzählte.
Nun wechselten die Gruppen zum nächsten Programmpunkt: einer Feldbahnfahrt zum Hochmoor. Hier wurde sogar beim Torfstechen mitgeholfen – spielerisch wurden die Torfsoden bis zu einer Höhe von 1, 60 Meter gestapelt. Die Goldfunde im Moor weckten darüber hinaus die Aufmerksamkeit. Eindrücke, Aktivitäten und Wissen – die Kombination eines gelungenen Tages der Naturpark-Schule Hemsen klingt auf dem Spielplatz und im Dorfladen bei den „Snoepjes“ aus.
Lehrer und Kinder waren sich einig – den Veenpark möchten sie schon bald wieder besuchen – mit ihren Eltern, Freunden und Schulklassen, vielleicht sogar schon bald in den bevorstehenden Sommerferien.
Infos: naturpark-moor.eu.
So war es auch in der vergangenen Woche, als die Grundschule Hemsen einen lang geplanten Ausflug in das Freilichtmuseum direkt hinter der Grenze bei unseren niederländischen Nachbarn unternommen hat. Ob das Wetter Mitte Juni im Freilichtmuseum mitspielt, blieb wieder bis kurz vorher spannend. Umso erfreuter waren alle 80 kleinen Besucher, ihre Begleiter und Lehrer sowie das Ranger-Team, das zwei Gruppen durch das weitläufige Freilichtmuseum führte.
Bevor es auf Entdecker-Tour ging, erklärten die Ranger Silke und Andreas, wie vor jeder Führung, wo der Naturpark liegt und was seine Aufgaben sind, wie z.B. die Natur, die Tiere und den Lebensraum zu schützen. Eine weitere Aufgabe sei es beispielsweise, Orte zu finden und zu zeigen, die viel über die Geschichte unserer Vorfahren erzählen. So ist es auch im Veenpark, in dem Besucher erfahren, wie die Menschen, vielleicht auch Großeltern und Urgroßeltern, einst im Moor gelebt haben. Als Einstieg diente der großformatige Film mit zahlreichen historischen Bildern, die dokumentieren wie damals die Kinder im Moor mitgearbeitet und gelebt haben.
Eine der Gruppen startete zusammen mit Danielle aus dem Team des Veenparks ins Moor zum Torfstechen, die andere Gruppe besichtigte die alten Siedlerhäuser, darunter eine Schule, die Kirche und einen Dorfladen (auf Niederländisch „Snoepjewinkel“ - Süßigkeitenladen), die Bäckerei, die Mühle und weitere Gebäude, in denen gelebt und gearbeitet wurde. Staunend entdeckten sie die Welt von früher und riefen aus: „Guck mal – hier ist der Boden im Haus aus Matsche“ - gemeint war der Lehmboden. Oder sie erkannten, dass der Dorfvorsteher ein wenig mehr Geld hatte, weil die Tapeten mit Hirschen dekoriert sind. Ganz fasziniert waren die Kinder von einer Babypuppe, die sogar Geräusche machte, sodass sie prüften, ob das Baby echt ist. Beim Blick in die detailtreu hergerichteten Zimmer fiel den Schülern auf, dass es nur eine Stube für alle gab, in der die Familie mit vielen Kindern zusammenlebte, mit Betten in den Wandschränken.
Die anschließende Museums-Rallye war eine Art Schnitzeljagd mit einer interaktiven Besucherlenkung, die vor allem für Kinder geeignet ist. Lieske und Geert, zwei Moorkinder erzählten per historischem Radio von ihrem damaligen Alltag und wie sie ihren Eltern halfen beim Brücken drehen, bei der Hausarbeit, wie z.B. beim Nähen. Nur selten gab es Taschengeld, schon gar nicht, wenn jedes Familienmitglied beim Torfstechen half, um den Unterhalt für alle zu sichern. Am Ende jeder Radiosendung waren Aufgaben zu lösen, aus denen ein Wort gepuzzelt wurde.
Dem Holzschuhmacher bei der Arbeit zuzusehen war ebenfalls eine Attraktion: statt Gummistiefeln trug er traditionell Holzklumpen mit Ledermanschetten und die Pferde hatten Hufschuhe, ebenfalls aus Holz.
In den historischen Schulbänken lauschten die Klassen den Worten von Chayenne, die aus dem Schulunterricht der damaligen Zeit erzählte.
Nun wechselten die Gruppen zum nächsten Programmpunkt: einer Feldbahnfahrt zum Hochmoor. Hier wurde sogar beim Torfstechen mitgeholfen – spielerisch wurden die Torfsoden bis zu einer Höhe von 1, 60 Meter gestapelt. Die Goldfunde im Moor weckten darüber hinaus die Aufmerksamkeit. Eindrücke, Aktivitäten und Wissen – die Kombination eines gelungenen Tages der Naturpark-Schule Hemsen klingt auf dem Spielplatz und im Dorfladen bei den „Snoepjes“ aus.
Lehrer und Kinder waren sich einig – den Veenpark möchten sie schon bald wieder besuchen – mit ihren Eltern, Freunden und Schulklassen, vielleicht sogar schon bald in den bevorstehenden Sommerferien.
Infos: naturpark-moor.eu.



