Emsland war auch Bienenland

Viele tausend Bienenvölker brachten Menschen in Moor und Heide einen Verdienst

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Viele tausend Bienenvölker brachten Menschen in Moor und Heide einen Verdienst

Zufrieden lehnt Imkermeister Rudi Jansen (79) am Bienenstand. „Das Wetter ist schön, das mögen die Bienen“, freut sich der bekannte „Bienenrudi“ für seine emsig hin und her fliegenden kleinen Freunde. Seit 50 Jahren betreibt er mit viel Engagement die Imkerei. Lange Jahre war er im Verband aktiv. Ein Interesse an der Bienenhaltung sieht er auch in den heutigen Zeiten. 

Moor & mehr – Geschichten aus den Naturparken


Naturparke in der Ferienregion feiern Jubiläum 

In Kooperation mit dem Emsland-Kurier feiern wir in diesem Jahr die Jubiläen “20 Jahre Naturpark Bourtanger Moor” und “10 Jahre Naturpark Hümmling” mit Geschichten über die eindrucksvolle Kulturlandschaft, prägnante und ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten und ehrenamtliches Engagement mit viel Heimatgefühl.
 
Die Beiträge werden im Emsland-Kurier veröffentlicht und sind im Emsland-Blog "Moor & mehr“ auf unserer "Geburtstagsseite"zum Themenjahr nachzulesen.  


Rudi Jansen erzählt ein Beispiel:

Früher verbissen Schafe die Heide und förderten damit das Aufblühen. Gleichzeitig zerstörten ihre Hufe die morgendlichen Spinnweben auf den Heidekräutern.

Heute verfangen sich die am Morgen ausfliegenden Bienen in den Spinnweben – wenn sie denn überhaupt noch Heide finden! 

Dr. Josef Böckenhoff-Grewing, der Verfasser des Buches über die urtümliche Landwirtschaft auf dem Hümmling, sieht schon damals Schwierigkeiten auf die vielen Bienenhalter zukommen:

Der Buchweizenanbau geht zurück, die Heidelandschaft wird kultiviert. – Es sind Probleme, welche die  Imker in einer völlig umgekrempelten Land(wirt)schaft verstärkt spüren.  

Auf dem Hümmling gab es 1857 etwa fünftausend Bienenvölker. Noch siebzig Jahre später waren es 3.670. Ein Foto in einem Buch von 1929 zeigt Körbe eines sich unendlich lang erstreckenden „Bienenstands“ in der blühenden Heide. 

Was den Berufsimkern allerdings große Sorgen macht: In den Geschäften steht immer mehr „Fake-Honig“ im Regal. Es sind Produkte des internationalen Handels, denen Zuckersirup beigefügt wird. Das ist zwar verboten, aber sehr schwierig nachzuweisen.

Probleme, die es um 1840 für das Handelshaus Buchholz in Holte auf dem Hümmling nicht gab! Damals wurde mit natürlichem Honig aus der Umgebung gehandelt, und zwar bis hin nach Amsterdam und Westfalen. 

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