Engländer sehr interessiert…
Die Anfänge der Torfindustrie im emsländischen Bourtanger Moor
Die Anfänge der Torfindustrie im emsländischen Bourtanger Moor
Bestrebungen zur industriellen Torfverwertung gab es schon 60 Jahre zuvor. Bei Hesepe war der Herzog von Arenberg im 19. Jahrhundert Eigentümer des „Herrenmoors“. Dort befindet sich heute das Emsland-Moormuseum. 1858 meldete sich bei der Verwaltung des Herzogs die „Englisch-Deutsche Kohlengesellschaft“. Sie unterbreitete neue Möglichkeiten zur Verwendung von Weiß- und Schwarztorf: Filter für Trinkwasser und das Pressen von Backsteinen. Aus den Vorschlägen wurde nichts.
Danach erhält 1860 der Lingener Unternehmer Wilhelm Jüngst das Recht zum Torfabbau im Herrenmoor. An der Ems sollen Meiler für Torfverkokung aufgebaut worden sein. Doch auch die Jüngstschen Pläne scheitern.
Um das Jahr 1890 wird bei Schöninghsdorf im Winkel des Süd-Nord-Kanals und des Hoogeveen-Kanals eine Torffabrik der Gesellschaft „The Peat Industries Syndicate Ltd.“ aufgebaut. Unter anderem wollte man aus Weißtorffasern Spinnstoffe herstellen. 1899 geben die Engländer auf. Nachfolger ist das niederländische Unternehmen Griendtsveen.
Viele Jahre lang erinnerten Freiluftexponate auf der Heide des Emsland-Moormuseums Groß Hesepe an beim Torfabbau seit den 1950ern eingesetzte Maschinen. Inzwischen wurden die verrosteten Geräte abgebaut. Sie sollen aufgearbeitet und in den nächsten Jahren neu präsentiert werden.
Moor & mehr – Geschichten aus den Naturparken
Naturparke in der Ferienregion feiern Jubiläum
In Kooperation mit dem Emsland-Kurier feiern wir in diesem Jahr die Jubiläen “20 Jahre Naturpark Bourtanger Moor” und “10 Jahre Naturpark Hümmling” mit Geschichten über die eindrucksvolle Kulturlandschaft, prägnante und ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten und ehrenamtliches Engagement mit viel Heimatgefühl.
Die Beiträge werden im Emsland-Kurier veröffentlicht und sind im Emsland-Blog "Moor & mehr“ auf unserer "Geburtstagsseite" zum Themenjahr nachzulesen.






