Fehnkultur, Windmühlen und Gartenkunst
Sommerliche Tagestouren führen zu „Moor & mehr“
Sommerliche Tagestouren führen zu „Moor & mehr“
Gärten und Moore
Signifikant für Papenburg sind die mehr als 40 Kilometer langen, schnurgeraden Kanäle. Deshalb wird Deutschlands längste Fehnkolonie auch „Venedig des Nordens“ genannt.
Ursprünglich wurden die Kanäle angelegt, um das Moor durch die sogenannte „Fehnkultur“ zu entwässern.
Der Besuch der Von-Velen-Anlage ist ein Muss. Im Freilichtmuseum wird bei einer unterhaltsamen Führung die Geschichte Papenburgs erläutert.
Im Skulpturengarten findet sich ein schattiges Plätzchen für eine kurze Radelpause. Bei einer Bootsfahrt auf dem Von-Velen-Kanal zum idyllischen HÖB-See entspannt es sich gut.
Und im Papenbörger Hus stärken Radler sich mit leckeren Buchweizen-Pfannkuchen vor der Weiterfahrt.
Bei der 48 Kilometer langen Tour in und um Papenburg führt der Weg immer mal wieder an den Gewächshäusern der Gartenbaubetriebe vorbei.
Und „bunt und bliede“ (das heißt bunt und fröhlich oder bunt und blühend) – so das Motto der Landesgartenschau 2014 – geht es in den Sommermonaten auch am Hauptkanal zu. Es grünt und blüht in Beeten, Blumenampeln und Kübeln.
Der Rundkurs führt an der Bockwindmühle, der ältesten Mühle des Emslandes, vorbei zu Naschkes Garten. Wer sich für Gartengestaltung interessiert, sollte unbedingt in dem von Ernst Naschke naturnah angelegten Areal einen Rad-Stopp einplanen.
Nächster Halt: Das Ausstellungszentrum Gut Altenkamp mit dem Lustgarten, der mit seinen mit seinen formal gestutzten Taxus-Hecken ein Paradebeispiel für holländisch-norddeutsche Gartenkunst in der Zeit des Barock ist.
Korn und Wasser
Der Name dieses 58 Kilometer langen Rundkurses in Dörpen und Lathen ist Programm, denn die Mühlen und Schleusen stehen im Fokus. Einst waren Mühlen Orte harter Arbeit, heute sind sie idyllische Ausflugsziele und spannende Zeitzeugen.
Auf dem 34 Meter hohen Hilterberg im gleichnamigen Erholungsgebiet steht die Hilter Mühle, ein Erdholländer aus dem Jahr 1818.
Von der Höhe eines Fahrrad- oder Pferdesattels eröffnen sich weite Blicke über die sanft hügelige Landschaft. Die Vierbeiner sind in Hilter hoch im Kurs: Auf den Reiterhöfen verbringen viele Kinder ihre Ferien wie zu den Zeiten der Immenhof-Filme.
Fahrradfreunde folgen dem Dortmund-Ems-Kanal bzw. der Ems über Fresenburg, wo um 1220 eine Burg zur Sicherung der Grenzen gegen den Grafen von Tecklenburg und zur Hebung des Emszolls diente, bis zur Schleuse Düthe.
Wenige Knotenpunkte entfernt lockt an heißen Sommertagen der Herzogsee zur Erfrischung im kühlen Nass. Oder Radler gönnen sich in dem Bauwagen von Familie Franzen in Dörpen das selbstgemachte Bauernhof-Eis namens „Sammy‘s Ice Dream“.
Die mit einer Durchfahrt ausgestattete Holländermühle Wippingen aus dem Jahr 1860 ist seit ihrer Renovierung in den 1980er Jahren wieder voll betriebsfähig. Das liebevoll von Ehrenamtlichen gepflegte Areal wird ergänzt durch den Pfarrgarten, ein altes Backhaus und einen Dorfbrunnen.
Moor & mehr – Geschichten aus den Naturparken
Naturparke in der Ferienregion feiern Jubiläum
In Kooperation mit dem Emsland-Kurier feiern wir in diesem Jahr die Jubiläen “20 Jahre Naturpark Bourtanger Moor” und “10 Jahre Naturpark Hümmling” mit Geschichten über die eindrucksvolle Kulturlandschaft, prägnante und ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten und ehrenamtliches Engagement mit viel Heimatgefühl.
Die Beiträge werden im Emsland-Kurier veröffentlicht und sind im Emsland-Blog "Moor & mehr“ auf unserer "Geburtstagsseite"zum Themenjahr nachzulesen.
Erfahren Sie „Moor & mehr“ im Emsland!
Das Tourenheft „Moor & mehr“ mit Karte, Routenbeschreibung und Tipps zu Besonderheiten am Wegesrand ist in allen emsländischen Tourist-Informationen und der Geschäftsstelle von Emsland Tourismus und den beiden Naturparken erhältlich.
Weitere Informationen: www.emsland.com/natur
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