Die St.-Antonius-Kirche in Zwartemeer
Die Kirche kann samstags und sonntags von 10:00 bis 16:00 Uhr besichtigt werden.
Ein besonderer Ort der Geschichte
Die St.-Antonius-Kirche in Zwartemeer wurde im Jahr 1921 nach den Plänen des Architekten Joh. H. Sluijmer errichtet. Die neugotische Kreuzkirche besteht aus Backstein und wurde nach dem Prinzip des Zentralbaus errichtet.
Charakteristisch sind die fünfeckige Apsis mit Strebepfeilern, die Satteldächer mit orangefarbenen Dachziegeln sowie die direkte Verbindung zur ehemaligen Pfarrwohnung über die Sakristei.
Im Jahr 1969 wurde die Kirche geschlossen und anschließend verkauft. Der Chorbereich wurde zu einer Wohnung umgebaut. In der ehemaligen Kirche entstanden unter anderem ein Pferdestall und eine Garage.
Ab 1996 begann ein neuer Eigentümer damit, Teile der ursprünglichen Kirche wiederherzustellen, um sie erneut für religiöse Veranstaltungen nutzen zu können. Der Chorraum und die Sakristei blieben weiterhin als Wohnbereich erhalten.
Das Innere der Kirche
Im Inneren sind die verputzten Gewölbe mit Kreuzrippen aus Sichtmauerwerk erhalten geblieben. Von der ursprünglichen Ausstattung ist allerdings nur ein Teil bewahrt worden. Die heutigen hölzernen Kirchenbänke sind nicht original.
Der einst auf dem Dachfirst an der Kreuzung der Dachflächen befindliche spitze Dachreiter musste aufgrund von Beschädigungen entfernt werden. Er ist jedoch erhalten geblieben und wird heute im Inneren der Kirche aufbewahrt.
In der Kirche steht außerdem Fotomaterial zur Geschichte des Gebäudes zur Verfügung.
Kirche und Friedhof
Die St.-Antonius-Kirche liegt am Rand von Zwartemeer, in unmittelbarer Nähe des Bargerveens und der deutschen Grenze. Ihre Lage macht sie zu einem besonderen Zeugnis der Geschichte dieser grenznahen Moorregion.
Direkt neben der Kirche befindet sich der Friedhof der Antonius-von-Padua-Pfarrei. Kirche und Friedhof bilden gemeinsam einen historischen Ort, der eng mit der religiösen und gesellschaftlichen Entwicklung von Zwartemeer verbunden ist.
Die wechselvolle Geschichte der Kirche – von ihrer Errichtung als katholisches Gotteshaus über ihre Schließung und profane Nutzung bis hin zur teilweisen Wiederherstellung – macht sie zu einem besonders interessanten Zeugnis der regionalen Bau- und Kirchengeschichte.
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