Projektergebnisse
Die praktische Umsetzung der Projektziele erfolgte im Rahmen eines Feldversuchs im Projektgebiet „Südost“. Durch die Installation einer regulierbaren Stauanlage konnte nachgewiesen werden, dass die gewünschten Zielwasserstände präzise eingestellt und flexibel an Niederschlagsereignisse angepasst werden können.
Die Stauanlage erwies sich dabei als funktional und sicher; selbst bei sehr starken Niederschlägen kam es zu keinen Ausuferungen oder unkontrollierten Überflutungen der angrenzenden Flächen.
Ein wesentliches Ergebnis ist der Beleg dafür, dass durch die Anhebung der Stauwasserstände sowohl die Grundwasserstände im Moor als auch auf den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen erfolgreich gestützt werden können. In der Folge konnten die Zeiträume mit influenten (zufließenden) Verhältnissen verlängert werden, was zur Stabilisierung des Wasserhaushalts beiträgt.
Zur Sicherstellung der Transparenz und zur Förderung des gegenseitigen Vertrauens wurde ein Internet-Portal implementiert, über das die gemessenen Daten der Grundwassermessstellen kontinuierlich übertragen wurden. Dieses Portal wurde von den Nutzern positiv angenommen und ermöglichte eine gemeinsame Beobachtung der Wirkungszusammenhänge in Echtzeit.
Zusammenfassend bestätigt das Projekt, dass eine koordinierte Steuerung des Landschaftswasserhaushaltes im Nahbereich von Mooren möglich ist. Der Pilotcharakter des Projekts zeigt auf, dass dieser Ansatz – basierend auf einer engen Kommunikation zwischen allen Beteiligten und einer datengestützten Überwachung – auf andere Moorgebiete innerhalb und außerhalb der Naturparkregion übertragbar ist.
Projektträger: Int. Naturpark Bourtanger Moor - Veenland e.V.